Für das Hundefleisch-Festival in Yulin (China) werden bis zu 15.000 Hunde getötet. Deutschland ist da besser.

Für das Oktoberfest in München (Deutschland) werden bis zu 500.000 Hühner, über 30.000 Schweine, etliche Ochsen Kälber und Fische getötet.

Wie Millionen andere Menschen unterschreibe ich jedes Jahr eine Petition gegen das Hundefleisch-Festival in Yulin. Es ist toll, dass diese Petition, im Gegensatz zu anderen Tierrechts-Petitionen so viel Aufmerksamkeit bekommt aber es ist auch furchtbar traurig und macht mich wütend.

Jedes Jahr stehen darunter Kommentare wie schrecklich es sei, dass man Hunden so etwas antue, gepaart mit Aufforderungen chinesische Produkte zu boykottieren und natürlich auch, hinter „legitimer Kritik“ verstecktem Rassismus.

Es ist normal und verständlich, dass Menschen in Deutschland, wenn es um Hunde geht, die Sinnlosigkeit von Tierleid für den Geschmack klarer sehen als bei Schweinen, Rindern, Schafen, Hühnern, Fischen usw.

Aber China, das sind 1,398 Milliarden Menschen und wir sprechen jedes Jahr über ein Festival bei dem 15.000 Hunde getötet werden. Wie kann das rein rechnerisch Anlass genug sein um „die Chinesen“ zu verdammen?
Die Frage muss nicht nur rhetorisch sein. 15.000 ÷ 1.398.000.000 ergibt die Anzahl toter Hunde, die jeder in China lebende Mensch jedes Jahr für dieses Festival zu verantworten hat, wenn wir es albern und unlogisch verallgemeinern wollen. Ich würde dir die Zahl nennen, bin in Mathe aber nicht gut genug um den e-5 Kauderwelsch zu verstehen, den mein Taschenrechner dabei ausspuckt. Interpretieren kann ich das Ergebnis allerdings: Rassistisch werden wegen des Hundefleisch-Festivals ist dumm.

15.000 Hunde sind 15.000 Tiere zu viel aber angesichts der getöteten Tiere für Festivals die der „zivilisierten deutschen Kultur“ jedes Jahr entspringen ist diese Zahl geradezu lächerlich gering.